Tessin hoch drei

Bellinzona, Locarno, das Verzascatal oder der San Salvatore sind lohnende, bekannte Ausflugsziele. Wer es etwas geruhsamer will, findet ebenso schöne Ecken zu Fuss, mit dem Velo und in mediterranen Hotelgärten.

Die Morgensonne im Rücken. Im Blickfeld die Weite des Lago Maggiore mit den Brissagoinseln. Spiegelglatt liegt der See da. Die Ruhe der Morgenstunde liegt auch auf der Frühstücksterrasse des Hotels Casa Berno bei Ascona. Ich atme tief durch und tauche ein in diese Welt. Welch ein herrlicher Start in den Tag. Wir suchen in unseren Kurzferien nicht das pulsierende Leben, wir suchen das Naturerlebnis. 4000 km lang soll das Wandernetz im Kanton Tessin sind. Wir wählen daraus die rund sechsstündige Wanderung Rasa – Sopra Ascona aus; auch wegen der ungewöhnlichen Anreise. Die Centovallibahn bringt uns von Locarno zuerst nach Verdasio. Knarrend und schaukelnd fährt der Zug durch das stetig ansteigende Tal und durch kleine Dörfer. Das Geleise ist so nah an den Häusern, als würden wir durch ihre Gärten fahren. Bald sind nur noch Bäume und Palmen sichtbar. Alte Steinbrücken führen über kleine Bäche, moderne, grössere sind Teile der
Autostrasse. Der Fluss liegt tief unten. Verdasio – Halt auf Verlangen. Zum Glück spricht der Bahnangestellte Deutsch. Eine Durchsage oder Anzeige gibt es in dieser einfachen Bahn nicht.

 Tessin hoch drei